Zoran Drvenkar – Frankie und wie er die Welt sieht
Herbert Schäfer liest
Zoran Drvenkar – Frankie und wie er die Welt sieht
»Wenn die Geschwister wüssten, was auf sie zukommt, würden sie ganz bestimmt über was anderes reden. In 19 Minuten wird Frankie spurlos verschwinden. Niemand erwartet das, niemand hat es geplant. So ist das Leben.«
Frankie ist zehn Jahre alt und die Welt um ihn herum hängt schief. Doch nicht für lange, denn Frankie weiß, wie man sie wieder geraderückt. Der Vater ist vor drei Monaten ausgezogen und die Mutter wird aus Trauer immer dicker. Frankie reicht es. Er macht sich kurzerhand auf den Weg von Berlin nach Köln, um seinem Vater die Meinung zu sagen – mit nur einem Euro siebzig in der Tasche und seinem unsichtbaren Freund Lars an der Seite. Dummerweise ist der Vater nicht in Köln, sondern sitzt gemütlich in Venedig. Frankie ändert seinen Kurs und fährt weiter nach Italien. Wie Frankie das gelingt, wie er alles bewegt, um seine Eltern wieder zusammenzubringen, ist eine wunderbare Geschichte von Zuversicht und Mut, die Zoran Drvenkar so lakonisch-überzeugend erzählt, dass wir ihm und seinem Frankie alles glauben.
Frankie und wie er die Welt sieht – Hörbeispiel
Shortlist Deutscher Hörbuchpreis 2025: Bestes Kinderhörbuch
Auf der Shortlist des Deutschen Hörbuchpreis 2025 in der Kategorie Bestes Kinderhörbuch
Eine Geschichte von Zuversicht und Mut. Die Lesung ist abenteuerlich, witzig, aber auch einfühlsam, und Sprecher Herbert Schäfer wird dem emotionalen Tiefgang der Geschichte absolut gerecht. Die inneren Konflikte und die Gedankenwelt von Frankie werden für die Hörenden authentisch und lebendig vorgetragen. Ein empfehlenswertes Hörbuch für alle, die sich auf eine berührende, tiefgründige Reise mit einem selbstbewussten Helden begeben möchten.
Nominierung: Preis der dt. Schallplattenkritik Q4 2024

Nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik für das 4. Quartal 2024.
1. Platz hr2-Hörbuchbestenliste 10/24
Diese wunderbare Geschichte sprüht nur so von Mut und Zuversicht. Angenehm einfühlsam gelesen von Herbert Schäfer.

»Ich bin mitten in einem Unwetter zur Welt gekommen. Grelle Blitze rissen den Himmel auf, und unter dem Donner erbebte das Meer. Regen peitschte an die Klippen, es war, als stünde die ganze Welt Kopf und das Meer fiele aus dem Himmel. Das Wetter wütete, und ich auch.«
»›Hansabrücke!‹, brüllt Deniz. ›Wir kommen! Los!‹ Deniz packt Jona am Handgelenk und zerrt ihn von der Bank. Schon wieder rennen sie wie die Irren: aus dem Schulhof raus und den Zaun entlang.«
»Edgar ist mein bester Freund. Mein einziger, um ehrlich zu sein. An Edgar ist nichts so, wie es gehört. Seine Haare haben keine Frisur, seine Klamotten keinen Style. Mit seiner krassen Brille, den dürren Beinen und dem Gesicht, in dem irgendwie nichts so richtig da ist, wo man es erwartet, sieht er schräg aus. Eigentlich muss man sich immer wundern, wenn man ihn anguckt. Das mag ich.«

»So routiniert, wie sie an der Kante des Vordachs balancierte, konnte Olivia Moon nicht zum ersten Mal auf ein Haus geklettert sein. ›Was soll das denn werden?‹, murmelte ich vor mich hin und beugte mich über die Mittelkonsole des Eiswagens, um sie besser durchs Beifahrerfenster sehen zu können. Und dann, noch leiser: Und was hat sie da eigentlich an?«
»Ich fange hier an, weil heute der Tag ist, falsch, heute kommt die Nacht, auf die ich mich seit Wochen freue: YumYum und ich werden heute im Garten schlafen. Im Zelt! Alleine!! Tadaaaa!!!«