Josef Winkler – Lass dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe.
Josef Winkler liest Josef Winkler –
Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe.
„Nur am obersten Teil deiner stolzen Pflugscharen konnte man noch als glorreiche stierblutrote Sonnenuntergangsflecken den vom Pflügen der Erde und von den spießigen Knochen der Globocnik-Überreste unberührten Lack sehen.“
In einem bösen Wortmarathon exhumiert der Autor das Skelett des SS-Massenmörders – und mit dem Skelett die Geschichte Kamerings nach dem Krieg. Ausgrabung und die neuerliche Visitation des vielleicht meist beschriebenen Dorfs der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ergeben: Der Boden, auf dem Kamering steht, ist vergiftet.
»Mit seinem fulminanten Sprachfuror befreit sich Josef Winkler in seinem neuen Roman von einer traumatisierenden Erinnerung.« (Neue Zürcher Zeitung, Gerhard Melzer)
Lass dich heimgeigen, Vater - Hörbeispiel
Josef Winkler liest Josef Winkler – Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe.
Ungekürzte Lesung der Originalausgabe des Suhrkamp Verlags
6 CDs, 410 Minuten
24,90 Euro
ISBN 978-3-941009-52-3
Ab sofort lieferbar!
„Die Vergangenheit hat eine lange Zukunft.“
Natalia Ginzburg, die ohne Pathos auskommt, lässt uns zutiefst berührt, noch lange nachdenklich und unruhig zurück.

Ein Superheld wollte Henry werden, wilde Nächte erleben und morgens mit dem guten Gefühl aufwachen, die Welt gerettet zu haben. Dass sich ihm seine wahre Berufung offenbaren würde, schien ihm als Kind nur eine Frage der Zeit zu sein. och wie geht es weiter, wenn sich der Glaube, das Wichtigste im Leben komme noch, als Illusion entpuppt? Irgendwann sind die Weichen gestellt: Henry ist Verkaufsleiter einer Biolimonadenfirma, unglücklich in seiner Ehe und das Verhältnis zu seiner Tochter ist distanziert.
Bei einer Hochzeitsfeier trifft Henry auf Joe, ein junges und skandalumwittertes Mädchen mit wirren Dreadlocks. So beiläufig diese Begegnung zunächst scheint, setzt sich ein Räderwerk in Gang, das ihre Wege unweigerlich miteinander verzahnt – bis zu jenem fatalen Tag, an dem ihre Leben ins Stocken geraten.
In Sterben lernen begleitet Fee Katrin Kanzler ihre Protagonisten auf der Suche nach ihrer Bestimmung. Mit großer erzählerischer Intelligenz und kunstvoller Sprache verfolgt Kanzler die Gefahren, Widerstände und Abgründe, die sich vor Henry und Joe auftun, spürt jenen sachten Erschütterungen nach, die eine bürgerliche Existenz ins Wanken bringen.
»Er schaffte es bis zum Gartentor und dem Spalier der weißen Rosen. An ihrem Fuß brach er zusammen. Die Bauarbeiter fanden ihn dort am Montagmorgen.« 
„Ein Garten hat wahrlich etwas Bescheidenmachendes an sich und zeigt dem Menschen immer wieder seine Grenzen auf. Die Natur agiert rasch, entschlossen, unermüdlich. „Ewige Gartenmühen sind der Preis der Freiheit“ ist ein Motto das ich über meinem Gartentor anbringen würde, so ich denn eines hätte. Und doch stimmt es nicht ganz. Denn Freiheit gibt es beim Gärtner nicht. Wer sich einen Garten zulegt ist ein Sklave, er erbarmungslos Gejagter.“