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Wiebke Lorenz – Voll im falschen Film

Christiane Marx liest

Wiebke Lorenz – Voll im falschen Film

»Nach kurzer Benommenheit stellte ich nun fest, dass ich in meinen Laufklamotten auf einem zerschlissenen bunten Sofa inmitten eines mit Eichenholz vertäfelten Raumes lag, der mich erschreckend an den hauseigenen Partykeller meiner Eltern erinnerte.«

Nora Stern ist Schauspielerin, Mutter und Alkoholikerin, seit drei Jahren aber abstinent. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen, bis sie während einer Joggingrunde niedergeschlagen wird und in einem Partykeller aufwacht. Auf dem Tresen steht ein gut sortiertes Buffet, doch zu trinken gibt es nur Alkohol.

Es kommt, wie es kommen muss: Nora wird rückfällig. Vier Tage später ist sie plötzlich wieder frei, ohne ihrem Entführer begegnet zu sein, und hängt erneut an der Flasche. Als sie an einer Tankstelle für Nachschub sorgen will, wird sie von einem Paparazzo abgelichtet – ausgerechnet kurz vor Beginn ihrer neuen Dreharbeiten. Das kann kein Zufall sein. Aber wer steckt dahinter? Mit Freunden, Pappkärtchen und einer Pinnwand nimmt sie die Ermittlungen auf, während sie gleichzeitig versucht, wieder nüchtern zu werden.

Bald hier: Voll im falschen Film – Hörbeispiel

von Wiebke Lorenz | gelesen von Christiane Marx

Christiane Marx liest
Wiebke Lorenz
VOLL IM FALSCHEN FILM

Ungekürzte Lesung der Buchvorlage Pendragon Verlag, Bielefeld
1-2 mp3-CDs in Digifile/Kartonverpackung
ca. 500 Minuten
ISBN 978-3-949840-59-3
22,00 €

erscheint am 07.09.2026

Yael Inokai – Die Auster

Barbara Stoll liest

Yael Inokai – Die Auster

»Man hatte sie an den Küchentisch gesetzt. Ein Sanitäter war gekommen, wollte ihr etwas von Schock einreden. Sie hatte ihn und sein lächerliches Blutdruckmessgerät gleich wieder verscheucht. Andere Menschen tauchten auf, fragten sie, wie es ihr ging, und stellten ein Glas Wasser vor ihr ab. Drei volle Gläser standen schon auf dem Tisch. Leonora Bloch hatte noch keinen Schluck getrunken.«

Der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird ermordet aufgefunden. Doch bis die Polizei am Tatort eintrifft, hat Leonora Bloch alle Spuren beseitigt, so diskret und gründlich, wie sie schon seit 45 Jahren als Reinigungskraft bei Dr. Bronstett jeder Form von Unordnung begegnet. Als die Ermittlungen in die Austernbar in der fünften Etage führen, ist man schon mittendrin im Mikrokosmos dieses Kaufhauses, das von der paradoxen Sehnsucht nach vergangener Pracht und erschwinglichem Luxus lebt. Und niemand scheint sich in dieser Welt, wo Glanz und Elend, Armut und Reichtum so entwaffnend aufeinandertreffen, besser auszukennen als die 73-jährige Leonora. Doch kennt sie wirklich alle Geheimnisse und welche hütet sie selbst?

Die gefeierte Stilistin Yael Inokai inszeniert eine Kriminalgeschichte, die ein feingefügtes Netz menschlicher Schicksale birgt.

Die Auster – Hörbeispiel

von Yael Inokai | gelesen von Barbara Stoll

      Inokai_Die Auster_Hoerbeispiel

Barbara Stoll liest
Yael Inokai – Die Auster

Ungekürzte Lesung der Buchvorlage Hanser Berlin
1 mp3-CD in Digifile/Kartonverpackung, 345 Minuten
ISBN 978-3-949840-58-6
23,00€

 

erscheint am 21.07.2026

Klassiker der Literaturgeschichte Erich Kästner

Anne-Dore Krohn spricht mit
Ulrike Draesner und John von Düffel
Erich Kästner: Emil und die Detektive & Pünktchen und Anton

Die Geschichten von Erich Kästner sind zweifelsfrei Klassiker der Kinderliteratur – sie begeistern Leser:innen jeden Alters noch heute. Doch Kästner war nicht nur ein erfolgreicher Kinderbuchautor, sondern auch Lyriker, Romancier und Journalist. Die Nationalsozialisten verboten seine Bücher; zweimal wurde er von der Gestapo verhaftet. Kästner verstand es, mit ironischer Sprache vor dem aufkommenden Faschismus zu warnen. Im Gespräch mit der Schriftstellerin Ulrike Draesner und dem Dramaturgen und Autor John von Düffel wird es um seine ersten Kinderbücher gehen: »Emil und die Detektive« von 1929 und »Pünktchen und Anton« von 1931. Wir erleben noch einmal, wie der clevere Emil und seine neuen Freunde einen Dieb durch Berlin jagen, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Ebenfalls in Berlin leben Anton Gast und Luise Pogge, genannt Pünktchen. Obwohl ihre soziale Herkunft nicht unterschiedlicher sein könnte, entwickelt sich zwischen den beiden eine enge Freundschaft. Kästner thematisiert hier moralische Fragen zu Mut Freundschaft oder Pflichtbewusstsein. Diese von ihm bezeichneten »Nachdenkereien« sind Botschaften für junge Leser:innen – aus heutiger Sicht mal mehr und mal weniger zeitgemäß.

Eine Veranstaltungsreihe von: LpZ Stuttgart und DerDiwan Hörbuchverlag, gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Anne-Dore Krohn (Moderation)
Timo Brunke (Prolog und Epilog)

Ein Gespräch über Erich Kästner - Hörbeispiel

Anne-Dore Krohn spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel

Anne-Dore Krohn spricht mit
Ulrike Draesner und John von Düffel
Live-Mitschnitt
Prolog und Epilog: Timo Brunke

Ein Gespräch über Erich E. Kästner – „Pünktchen und Anton“ und „Emil und die Detektive“, Prolog und Epilog: Timo Brunke
1 CD Digifile/Kartonverpackung, 66 Minuten
ISBN 978-3-949840-48-7

Erscheint am 24.02.2026

 

Jon Fosse – VAIM

Martin Feifel, Urs Remond und Rainer Strecker lesen

Jon Fosse – VAIM

»… ich fühlte mich fast in meine Jugendzeit zurückversetzt, aber es konnte ja nicht sein, dass ich für Eline immer noch dasselbe empfand wie seinerzeit, in fernen Jahren, nein das war unmöglich, die Gefühle für das Boot mussten sich da hineinmischen, denn jetzt stand ich da in Elines Kajüte, jetzt wie Hunderte, ja Tausende Male zuvor, und der Motor tuckerte munter und die Schnigge glitt würdig und sicher aus dem Hafenbecken hinaus, das Wasser war fast spiegelglatt …«

Der Auftakt zu Jon Fosses neuer Trilogie: Mit der Kleinstadt Vaim hat der Nobelpreisträger wieder ein literarisches Universum geschaffen.
Ein Mann steigt in sein Boot, um über den Fjord in die Großstadt zu fahren. In jüngeren Jahren hat Jatgeir häufig Ausflüge nach Bjørgvin gemacht, Bars und Restaurants besucht und von der Begegnung mit einer Frau geträumt, die er lieben könnte. Dieses Mal will er Nadel und Faden kaufen, was sich als schwerer herausstellt als gedacht.
Als er von den Kaufleuten betrogen wird, macht er sich angewidert von den Großstädtern auf den Rückweg und entscheidet spontan, auf einer Insel haltzumachen. Dort trifft er Eline wieder, seine Jugendliebe, nach der das Boot benannt ist. Eline hat gerade ihren Mann verlassen …

Vaim erzählt meisterhaft und mit Sinn für die Absurdität unserer Existenz von einer Dreiecksbeziehung, von kleinen und großen Booten, von passiven Männern und einer ungewöhnlich entschiedenen Frau, deren Willen man sich besser beugt.

 

 

VAIM – Hörbeispiele

von Jon Fosse | gelesen von Martin Feifel, Urs Remond und Rainer Strecker

      Martin Feifel
      Urs Remond
      Rainer Strecker

Martin Feifel, Urs Remond und Rainer Strecker lesen
Jon Fosse – Vaim

Ungekürzte Lesung der Buchausgabe Rowohlt Verlag
aus dem Norwegischen übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel
1 mp3-CD in Digifile/Kartonverpackung
214 Minuten

ISBN 978-3-949840-53-1

24,00€
Erscheint am 12.12.

Nominierung: Preis der dt. Schallplattenkritik Q2 2026
hr2-Hörbuchbestenliste 02/26

Dies ist eine »wundersame« Geschichte über drei Männer, deren Leben durch Eline, eine resolute
Frau, auf den Kopf gestellt wird.

Klassiker der Literaturgeschichte Edgar Allen Poe

Anne-Dore Krohn spricht mit
Ulrike Draesner und John von Düffel
Edgar Allen Poe: Der entwendete Brief und Der Rabe

 

Edgar Allan Poe, US-amerikanischer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, prägte durch seine Kurzgeschichten maßgeblich die Kriminal- und Horrorliteratur.

So war seine Detektivfigur C. Auguste Dupin Vorbild für den weltberühmten Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle. Dupin ermittelt auch in der Erzählung „Der entwendete Brief“: Einem Mitglied der Königsfamilie wurde ein Brief gestohlen. Der Täter ist bekannt, der Inhalt des Briefes kann jedoch den Ruf einer adligen Dame zerstören. Poe selbst hielt „Der entwendete Brief“ für eine seiner besten Geschichten. Der Schriftsteller und Hobbyastronom beschäftigte sich in seinen Werken mit Methoden des Erkennens und der Wahrnehmung. Was Menschen bewegt, ist auch für die Wirkung eines Kunstwerkes entscheidend. Sein Gedicht „Der Rabe“, das noch heute zu den bekanntesten Werken der US-amerikanischen Lyrik zählt, wurde auch deshalb berühmt, weil Poe ihm einen Essay zur Seite stellt, in dem er die Entstehung des Gedichtes und seine Wirkweise aufschlüsselt. In 18 Strophen wird vom mysteriösen Besuch eines Raben um Mitternacht erzählt. Die Geliebte des verzweifelten Sprechers des Gedichtes ist jüngst verstorben, nun erhofft er sich Trost und Antworten von seinem nächtlichen Gast. Ins Gespräch über Poes Texte und Schreibstrategien kommen die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.

Eine Veranstaltungsreihe von: LpZ Stuttgart und DerDiwan Hörbuchverlag, gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Anne-Dore Krohn (Moderation)
Timo Brunke (Prolog und Epilog)

Ein Gespräch über Edgar Allen Poe - Hörbeispiel

Anne-Dore Krohn spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel

Anne-Dore Krohn spricht mit
Ulrike Draesner und John von Düffel
Ein Gespräch über Edgar Allen Poe – „Der entwendete Brief“ und „Der Rabe“
Live-Mitschnitt
Prolog und Epilog: Timo Brunke

1 CD Digifile/Kartonverpackung
Spielzeit: 65 Minuten
ISBN 978-3-949840-47-0
15.00€

Erscheint am 17.07.2025

 

Marion Poschmann – Die Winterschwimmerin

Marit Beyer liest

Marion Poschmann – Die Winterschwimmerin

»Wir schwammen, bis sich die Eisdecke schloss.«

Thekla schwimmt in offenen Gewässern, auch bei eisigen Temperaturen. Sie versteht es als ganzkörperlichen Erkenntnisprozess und versucht in der winterlichen Landschaft sich selbst und dem Verhältnis von Leib und Seele, Natur und Geist auf den Grund zu gehen. Während sie in das atemberaubend klare Wasser eintaucht und mit der Gewalt der Kälte umgeht, findet sie zu einem Gefühl von Freiheit und Autonomie. Dann begegnet sie einem entlaufenen Tiger.

Marion Poschmann erzählt mit poetischem Schwung von Spannung und Glück einer außergewöhnlichen Naturerfahrung. Von der Lust, sich selbst zu überwinden, ungeahnte Fähigkeiten zu entdecken und das Unmögliche möglich zu machen. Im kunstvollen sprachlichen Ausdruck verschmelzen zeitgenössische Milieustudie und wundersame Legende, spielerisch leichte und streng gebundene Verse gipfeln in einer modernen Adaption des Leichs, des mittelalterlichen, virtuos gereimten Meistergedichts.

Über das Glück des Eisbadens.

 

Die Winterschwimmerin – Hörbeispiel

von Marion Poschmann | gelesen von Marit Beyer

      Hörbeispiel

Marit Beyer liest
Marion Poschmann – Die Winterschwimmerin. Verslegende

Ungekürzte Lesung der Buchvorlage Suhrkamp Verlag, Berlin
1 mp3-CD in Digifile/Kartonverpackung, ca. 100 Minuten
ISBN 978-3-949840-46-3
22,00€

Festival des Sprechens: HMDK Stuttgart

25.04.2026, 19Uhr
Kammermusiksaal
HMDK Stuttgart
Urbanstraße 25
70182
Stuttgart

Alle Infos & Tickets

Nach der Lesung von „Die Winterschwimmerin“ sprechen Autorin Marion Poschmann und Hörbuchsprecherin Marit Beyer im anschließenden Talk am Samstagabend darüber, wie aus geschriebenen und gesprochenen Worten ein Kunstwerk entstehen kann, das es auf die Shortlist des Deutschen Hörbuchpreises 2026 geschafft hat!

Shortlist Deutscher Hörbuchpreis 2026: Beste Interpretin

Auf der Shortlist des Deutschen Hörbuchpreis 2025 in der Kategorie Beste Interpretin

„Wenn poetische Sprache und Lautmalerei perfekt zusammenpassen, beweist das Medium Hörbuch sein ganzes Können: Bemerkenswert leicht und tiefgründig zugleich nimmt Marit Beyer uns wie selbstverständlich mit in eine Sprachklangwelt der besonderen Art. Jede Nuance, jeder gedankliche Wirbel wird klar, transparent und berührend. Beyers Stimme und Interpretation adeln den starken Text und verleihen ihm eine neue Dimension. Ein Hörbuch, das durch seine kunstvolle Darbietung noch lange nachhallt.“

3. Platz hr2-Hörbuchbestenliste 5/25

„Das Schwimmen in eisigen Gewässern als innerer Erkenntnisprozess, als Kulturgeschichte und Selbsterkundung, das ist diese wirklich-unwirkliche Geschichte über eine Schwimmerin in winterlicher Atmosphäre und ihre Begegnung mit einem Tiger. Den lyrischen Kammerton dieser Verslegende lässt die Interpretin Marit Beyer akustisch funkeln. Sie liest mit feinem Gespür, fast körperlos zwischen realistischer Beschreibung und Fiktion schwebend. Ein Hörgenuss zum Abheben.“