Elsemarie Maletzke – Giftiges Grün
Constanze Weinig liest Elsemarie Maletzke –
GIFTIGES GRÜN
»Er schaffte es bis zum Gartentor und dem Spalier der weißen Rosen. An ihrem Fuß brach er zusammen. Die Bauarbeiter fanden ihn dort am Montagmorgen.«
Als Linas Onkel Heinrich stirbt, stellt sich heraus, dass er ihr und zwei weiteren Erben eine Aufgabe gestellt hat. Er hinterläßt demjenigen, der den dreißig Jahre alten Fall lösen kann, ein kleines Vermögen. Die Amateurdetektive suchen den Schauplatz des mutmaßlichen Verbrechens auf: die Villa Buchfinkenschlag. Als Lina das inzwischen verwüstete Haus in einem verwilderten Park vorfindet, begegnet sie dem ehemaligen Gärtner Johann, einem attraktiven, aber undurchsichtigen Mann mit einer Vorliebe für schöne, giftige Pflanzen …
In ihrem Gartenkrimi spielt Elsemarie Maletzke mit den Versatzstücken des klassischen »Whodunit«, mit schusseligen Zeugen, falschen Verdächtigen, voreiligen Schlüssen und natürlich der Frage, ob der Gärtner der Mörder ist.
Rezensionen zum Buch»Ein spannendes Buch für Gartenfreunde und Pflanzenkenner.«
Claudia Schülke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Mal kapriziös wie die […] Agapanthusblüte, vor allem aber maliziös lässt sie ihr Auge schweifen über gärtnerische Hysterien und die für diesen Menschenschlag nicht unübliche Rechthaberei, blickt ohne Zwinkern auf großbürgerliche Marotten, sonnengebräunte Waden und teuer retouchierte Wangen.«
Susanne Mayer, Die Zeit
»Elsemarie Maletzkes Sprache ist wie ein Garten voller farbenprächtiger Blumen und schillernder Schmetterlinge. [… Sie] hat dazu auch noch genug Durchtriebenheit, um eine wirklich spannend-unterhaltsame Kriminalgeschichte zu präsentieren.«
Karola Schepp, Gießener Allgemeine
»Zauberhaft geschriebener Krimi«
gartenwelt-natur.de
Giftiges Grün - Hörbeispiel
gelesen von Constanze Weinig
Ungekürzte Lesung der Originalausgabe des Schöffling & Co. Verlags
Spielzeit: ca. 278 Minuten, 4 CDs
ISBN 978-3-941009-15-8
EUR 16,80 (D)
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„Ein Garten hat wahrlich etwas Bescheidenmachendes an sich und zeigt dem Menschen immer wieder seine Grenzen auf. Die Natur agiert rasch, entschlossen, unermüdlich. „Ewige Gartenmühen sind der Preis der Freiheit“ ist ein Motto das ich über meinem Gartentor anbringen würde, so ich denn eines hätte. Und doch stimmt es nicht ganz. Denn Freiheit gibt es beim Gärtner nicht. Wer sich einen Garten zulegt ist ein Sklave, er erbarmungslos Gejagter.“
Die Mutter wird 1943 über den Tod des Bruders mit den Worten »Der Adam kommt auch heim, aber anders …« in Kenntnis gesetzt. Daraufhin kehrt Schweigen in den Bauernhof ein. Ihr Leben lang wird die Mutter eine Schweigende sein.
„Im Sommer 1963 verliebte ich mich, und mein Vater ertrank.“

„Auch Raudis zweitbeste Freundin, die Leichenbestatterin Stimniker mit den überlangen roten über die Kuppen hinausgewachsenen Fingernägeln, soll einmal bei Kuchen und Kaffee in der Feistritzer Dorfkonditorei, als der Holzkuckuck lauthals seinen Kopf als anrüchiges Dorfvögelchen aus der Kuckucksuhr reckte und alle Tortenesser ihre Köpfe zum Kuckucksuhrwinkel verdrehten, gedroht haben: „Wenn er noch einmal über uns etwas schreibt, dann zeig ich ihn an!“