von Stephan Scharnagel | Sep. 15, 2015 | Literatur/Belletristik
Lutz Magnus Schäfer liest Charles Dudley Warner –
MEIN SOMMER IN EINEM GARTEN
„Ein Garten hat wahrlich etwas Bescheidenmachendes an sich und zeigt dem Menschen immer wieder seine Grenzen auf. Die Natur agiert rasch, entschlossen, unermüdlich. „Ewige Gartenmühen sind der Preis der Freiheit“ ist ein Motto das ich über meinem Gartentor anbringen würde, so ich denn eines hätte. Und doch stimmt es nicht ganz. Denn Freiheit gibt es beim Gärtner nicht. Wer sich einen Garten zulegt ist ein Sklave, er erbarmungslos Gejagter.“
Warner schuf hier einen amerikanische Klassiker der Gartenliteratur; das Buch erschien 1870 und erlebte bis zur Jahrhundertwende über fünfzig Neuauflagen. In Amerika ist es bis heute in verschiedenen Editionen lieferbar. Warner beschreibt in neunzehn Kapiteln die Wonnen und Mühen des Gärtners, der zusammen mit seinem Kater Calvin versucht, Herr über Wetterlage und Unkrautstand zu bleiben. Warner war ein hingebungsvoller Amateurgärtner, der mit seinem engsten Freund und Nachbarn Mark Twain denselben Sinn für Humor, Verrücktheiten und den Spaß an ausgefallenen und treffenden Formulierungen teilte. Das Gärtnern nutzt Warner als thematisches Sprungbrett, um über Ehe, Kindererziehung, Freundschaft und Nachbarschaft, Moral und Psychologie, Politik und Wirtschaft zu schreiben.
Wenn nur das immer und überall wuchernde Burzelkraut nicht wäre, könnte der Garten tatsächlich ein Stückchen Paradies sein! Ein Hoch auf die Scholle!
Zum Buch:»Diese herrlich ironischen Alltagsbetrachtungen aus seinem ›moralischen Garten‹ sind gespickt mit philosophischen Plaudereien über imperialistisch ambitionierte Erdbeeren und in der Hölle wurzelndes Burzelkraut – ein Muss für jede Schürzentasche!« Sabine Vogel, Berliner Zeitung
Zum Hörbuch:
„Einen Klassiker der amerikanischen Gartenliteratur, ursprünglich 1870 in Buchform erschienen und später über 50 Mal neu aufgelegt, hat der ambitionierte Hörbuchverlag Der Diwan hier ausgegraben – und von Lutz Magnus Schäfer einlesen lassen. Höchst vergnüglich wie sich Charles Dudley Warner, ein enger Freund und Nachbar Mark Twains, hier durchs Gartenjahr sinniert. Erzählt er vom Unkrautjäten, der Erdbeerkunde oder Nachbars Hühnern, dann räsoniert er schnell auch über Freundschaft, Moral, Kindererziehung, die Ehe oder Politik. All das ist höchst vergnüglich und will immer wieder von neuem gehört werden. Eine schwere Empfehlung für alle leidenschaftlichen Hobby-, Profi- und Balkon-Gärtner. 168 Minuten Hörgenuss auf drei CDs.“
Biorama Heft 42 Mai 2016
„Sprecher Lutz Magnus Schäfer …… betont den gärtnerischen Eifer Warners, und seine scharfen satirischen Spitzen. … Charles Dudley Warners „Ein Sommer in einem Garten“ ist ein lohnendes Hörbuch, nicht nur für Gärtner und Vegetarier.“
WDR3 Mosaik / Passagen Februar 2016
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von Lutz Magnus Schäfer | Charles Dudley Warner – Mein Sommer in einem Garten
Hörbeispiel #1
Hörbuchrezension des WDR3 vom 18.02.2016
[audio:https://der-diwan.de/aktuell/wp-content/uploads/2016/02/wdr3buchrezension_2016-02-18_charlesdudleywarnermeinsommerineinemgartenwdr3buchrezension18022016_wdr3.mp3]
Mein Sommer in einem Garten
gelesen von Lutz Magnus Schäfer
Ungekürzte Lesung der Originalausgabe des Schöffling & Co. Verlags
Übersetzung von: Herbert Allgeier
Sprecher: Lutz Magnus Schäfer
Spielzeit: ca. 168 Minuten, 3 CDs ISBN 978-3-941009-14-1
EUR 14,80 (D) / EUR 15,40 (A)
Ab sofort bestellbar. Kurze E-Mail genügt!

Photo: Klaudia Tot
von Stephan Scharnagel | Apr. 26, 2015 | Literatur/Belletristik
Josef Winkler liest Josef Winkler –
MUTTER UND DER BLEISTIFT
Die Mutter wird 1943 über den Tod des Bruders mit den Worten »Der Adam kommt auch heim, aber anders …« in Kenntnis gesetzt. Daraufhin kehrt Schweigen in den Bauernhof ein. Ihr Leben lang wird die Mutter eine Schweigende sein.
Das Requiem für Josef Winklers verstorbene Mutter, in dem sie ihren am Küchentisch kritzelnden linkshändigen Sohn immer wieder auffordert, den Bleistift in die „schöne Hand“ zu nehmen, ist einfach grandios!
Das Buch erschien 2013 im Suhrkamp Verlag und gilt als Requiem für seine Mutter (ich habe bereits Roppongi – Requiem für einen Vater von und mit Josef Winkler als Hörbuch veröffentlicht)
. Wie fast immer in seinen Werken setzt Winkler auch hier auf Intertextualität und zitiert aus Büchern, die ihm gerade zur Hand sind.
Ilse Aichingers „Kleist, Moos, Fasane“ geleitet uns und ihn durch den Teil 1 des Buches, den Winkler auf einer Indien-Reise verfasst hat.
Und im zweiten Teil ist es Peter Handke mit der Erzählung „Wunschloses Unglück“, der immer wieder zitiert wird.
Das Requiem für Josef Winklers im Jahre 2011 verstorbene Mutter Mutter und der Bleistift, in dem die Mutter ihren am Küchentisch kritzelnden linkshändigen Sohn immer wieder auffordert, den Bleistift in die rechte Hand zu nehmen, entsteht in Südfrankreich, Indien und Kiew.
»Reisen, um heimatlos zu werden«, heißt es bei Henri Michaux. Nach dem Tod von Vater und Mutter ist der Linkshänder, der mit der rechten Hand schreiben gelernt hat, seine Heimat losgeworden.
Die FAZ schrieb in der Rezension zum Buch sehr treffend:
„Mit der „Mutter und der Bleistift“ bestätigt sich definitiv der Eindruck, dass Winkler ähnlich wie Marcel Proust in Grunde an einem einzigen Werk schreibt. Wie Proust der Chronist und der poetische Ethnologe der untergehenden Welt der Belle Epoque war, so ist Josef Winkler schon längst derjenige des aussterbenden katholischen Landlebens. Mehr noch als bei Proust erscheint Literatur bei ihm als Gedächtnis des Leidens und zugleich als ein Medium der Befreiung zum bewußten Erleben.“
Platz 4 im Monat Juli 2017
der hr2-Hörbuchbestenliste
von Josef Winkler | Josef Winkler - Mutter und der Bleistift
Hörbeispiel
Josef Winkler liest Josef Winkler –
Mutter und der BleistiftUngekürzte Lesung der Originalausgabe des Suhrkamp Verlags
mit Musik von Herbert Pixner
3 CDs in Multibox, Spielzeit ca. 200 Minuten
ISBN 978-3-941009-17-2
EUR 18,00 (D)
Lieferbar. Jetzt bestellen! Kurze E-Mail genügt!
Unsere Hörbücher sind auch als Download bei den gängigsten Portalen erhältlich.
von Stephan Scharnagel | Apr. 20, 2015 | Literatur/Belletristik
Jan Messutat liest Charles Simmons –
SALZWASSER
„Im Sommer 1963 verliebte ich mich, und mein Vater ertrank.“
So beginnt die Erzählung über einen Sommer, an dessen Ende nichts mehr so ist wie zuvor:
Wie jedes Jahr verbringt der fünfzehnjährige Michael die Ferien mit seinen Eltern am Atlantik. Doch diesmal gibt es eine Veränderung, denn in dem benachbarten Gästehaus zieht die verführerische Mrs. Mertz mit ihrer zwanzigjährigen Tochter Zina ein. Die Andersartigkeit und Offenheit,die die beiden Frauen umgeben, faszinieren nicht nur Michael. Augenblicklich verliebt er sich in die schöne Zina und ist ihren Capricen hoffnungslos ausgeliefert. Als er jedoch seine romantischen Gefühle ihr gegenüber auf die grausamste Art und Weise verraten sieht, bricht für ihn die unschuldige Welt seiner Kindheit zusammen, und es kommt zum tragischen Ende eines Sommers.
In der Neuerzählung von Turgenjews Novelle „Erste Liebe” schildert Simmons einfühlsam und fast ein wenig wehmütig den Verlust der kindlichen Unschuld, der die Verwirrungen der ersten Liebe begleitet. Den Hintergrund dazu bilden die Farben und Stimmungen eines Sommers am Meer. (mehr …)
von Stephan Scharnagel | Apr. 20, 2015 | Literatur/Belletristik
Constanze Weinig liest Xiaolu Guo
KLEINES WÖRTERBUCH FÜR LIEBENDE
„Während ich rede über ‚Privatsphäre‘, du hörst nur zu und sagst keine Wort. Ich weiss, Du hast andere Meinung. Du willst nicht leben in meine Leben, weil du bist ‚Privatperson‘. Eine Privatperson will nicht leben zusammen mit andere.“
Lost in Translation zwischen Peking und London:
Die junge Chinesin Zhuang reist zum ersten Mal in den Westen und taucht in eine fremde Welt ein. Sprache und Umgangsformen, Essen und Trinken, Liebe und Sex – alles ist befremdlich, überraschend und manchmal unbegreiflich. Ebenso amüsante wie erhellende Missverständnisse verbinden sich zu einem rasanten Verwirrspiel zwischen Ost und West und Mann und Frau. Ein außergewöhnliches Lesevergnügen! (mehr …)
von Stephan Scharnagel | Apr. 19, 2015 | Literatur/Belletristik
Josef Winkler liest Josef Winkler:
ROPPONGI – Requiem für einen Vater
„Auch Raudis zweitbeste Freundin, die Leichenbestatterin Stimniker mit den überlangen roten über die Kuppen hinausgewachsenen Fingernägeln, soll einmal bei Kuchen und Kaffee in der Feistritzer Dorfkonditorei, als der Holzkuckuck lauthals seinen Kopf als anrüchiges Dorfvögelchen aus der Kuckucksuhr reckte und alle Tortenesser ihre Köpfe zum Kuckucksuhrwinkel verdrehten, gedroht haben: „Wenn er noch einmal über uns etwas schreibt, dann zeig ich ihn an!“
Während einer Lesereise durch Japan wird Josef Winkler in „Roppongi“ vom Tod seines Vaters unterrichtet. Was er sich nie vorstellen konnte, bewahrheitet sich: „Ich sage dir eines, mein Sohn, wenn es soweit ist, ich möchte nicht, dass du zu meinem Begräbnis kommst.“ (mehr …)
von Stephan Scharnagel | Apr. 19, 2015 | Literatur/Belletristik
Jörg Pleva liest Jack Torrance
WAS DU HEUTE KANNST BESORGEN, …
Das HörbuchBuch
…das verschiebe nicht auf morgen.
Jörg Pleva, die deutsche Synchron stimme von Jack Nicholson, spricht das wohl bekannteste Buch von Jack Torrance, „Was Du heute kannst besorgen“.
Jack Torrance schrieb das Buch Ende 1979 in den Rocky Mountains, wo er, zusammen mit seiner Familie, den Winter im verwaisten „Overlook-Hotel“ als Hausmeister verbrachte. Dort verstarb er unter tragischen Umständen. (mehr …)