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Julie Otsuka – Als der Kaiser ein Gott war
gelesen von Marit Beyer

Ein sonniger Frühlingstag im Jahr 1942, Berkeley, Kalifornien. Am Postamt liest die Mutter den Evakuierungsbefehl, geht nach Hause und beginnt die wichtigsten Habseligkeiten der Familie zusammenzupacken. Wie Zehntausende weitere japanischstämmige Amerikaner in den Westküstenstaaten betrachtet man sie als Sicherheitsrisiko, seit die USA mit Japan im Krieg stehen. Schnörkellos, präzise und aufwühlend erzählt Julie Otsuka in ihrem Roman von der wachsenden antijapanischen Stimmung unter den bislang so freundlichen Nachbarn, der Deportation in ein Internierungslager im Wüstenhochland von Utah, den prekären Verhältnissen in den Baracken hinter Stacheldraht, von Angst und Einsamkeit – und schliesslich von der Rückkehr der Familie, für die nichts mehr so sein wird wie zuvor.
Indem die Autorin ein beschämendes Kapitel US-amerikanischer Geschichte ausleuchtet, greift sie zugleich eine universelle Thematik auf: rassistische Vorurteile und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, heute so aktuell wie vor 75 Jahren.
Julie Otsukas Debütroman wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Nach Wovon wir träumten (mareverlag) ist er der zweite Roman der amerikanischen Erfolgsautorin, der auf Deutsch erscheint.

 

Presse zum BUCH:
»Mit diesem berührenden Roman ist Julie Otsuka ein Kunststück gelungen … Visuell prägnant, emotional präzise, doch ohne aufgeladene Symbolik oder extrabedeutsame Dialoge.«
Katharina Borchardt, Deutschlandfunk

»Herzzerreissend und erfrischend unsentimental.«
Publishers Weekly

»Ein Juwel von einem Buch.«
USA Today

 

Julie Otsuka – Als der Kaiser ein Gott war
übersetzt aus dem amerikanischen von Irma Wehrli
ungekürzte Lesung der Lenos Verlag-Ausgabe
gelesen von Marit Beyer

ca. 3 CDs in Digifile/Kartonverpackung
ca. 19,80 Euro
ISBN 978-3-941009-69-1
Erscheint am 22. Juni 2020.
Für Erwachsene