Greta Olivo – Die Nacht der Schildkröten
Rebecca Madita Hundt liest
Greta Olivo – Die Nacht der Schildkröten
»Ein flirrender Roman, der davon erzählt, dass nichts jemals verloren ist.«
Livia hat liebevolle Eltern, eine beste Freundin, und sie rennt schneller als der Wind: Sie ist die Schnellste. Eines Tages erfährt sie, dass ihr Leben bald von Dunkelheit umgeben sein wird. Bei Livia wird eine Augenkrankheit diagnostiziert, die zum Verlust des Sehvermögens führt. Sie erfährt davon in einem Alter, in dem sie nur so sein will wie die anderen, Sportwettkämpfe gewinnen, auf Partys gehen, gesehen werden.
Wenn Erwachsenwerden heißt, Schwächen zu akzeptieren, dann ist das Spiel für Livia ein wenig härter als für die anderen. Sie wird lernen zu leben, ohne die Welt um sich herum zu sehen, sich im Dunkeln zu bewegen und auf Geräusche zu vertrauen. Vor allem wird sie sich ihren Ängsten stellen müssen.
Presse zum Buch:
»Einen besseren Debütroman kann man sich kaum vorstellen.« Paolo Giordano
»Dieser Roman ist das Manifest der neuen Generation.« Corriere della Sera
»Ein wunderbares Buch.« Vanity Fair
»Wie viel Spannung und wie viel Wahrheit stecken in diesen Seiten!« Il Foglio
»In diesem starken und einnehmenden Buch erzählt uns eine unerhört frische Stimme, wie man trotz Widerigkeiten lernt zu leben.« Donna
Nacht der Schildkröten – Hörbeispiel
Rebecca Madita Hundt liest
Greta Olivo – Die Nacht der Schildkröten
Aus dem Italienischen von Verena von Koskull
1 mp3-CD / Kartonverpackung
Spielzeit 363 Minuten
ISBN 978-3-949840-40-1
23.00€
»Welche Gnade, dass wir nicht wissen, was uns im Leben erwartet.« Der neue Erfolgsroman von SPIEGEL-Bestsellerautorin und Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout.
2024 jährt sich der 100. Todestag von Franz Kafka, einem der weltweit meistgelesenen Schriftsteller. Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, um über zwei seiner für heute zentralen Erzählungen zu sprechen. „Der Bau“, 1923-1924 posthum erschienen und nie vollendet, erzählt von einem namenlosen tierischen Protagonisten, der ein unterirdisches Bauwerk erschafft. In diesem komplexen Tunnelsystem lebt er geschützt und in Isolation vor der Außenwelt. Doch die aufkommende Paranoia wegen eines seltsamen Geräuschs lässt sein Sicherheitsgefühl kontinuierlich schwinden. Auch die zweite Geschichte erzählt von einem Tier als Hauptfigur. Die Maus Josefine wird vom Mäusevolk für ihre Stimme bewundert. Gleichzeitig stößt ihr Gesang nicht ausschließlich auf Zustimmung, ihre Starallüren sorgen für Unmut. Kafka beschreibt in „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“ die Fragilität von Ruhm und Popularität und stellt in seiner Erzählung universelle Fragen nach dem Wert von Kunst und der Wahrnehmung von Künstler:innen durch das Publikum. Der Text gehört zum Sammelband „Der Hungerkünstler“, seinem letzten zu Lebzeiten veröffentlichten Werk. Ins Gespräch über Franz Kafka kommen die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.
»Der erste schöne Frühlingstag – der beste Tag des Jahres. Genießen wir ihn, solange wir können, Molly. Man weiß nie, was als Nächstes passiert.«
Astrid Lindgrens Figuren haben Generationen von Kindern geprägt und begeistern auch Erwachsene bis heute. „Pippi Langstrumpf“ ist zwar nicht ihr Erstlingswerk, aber das wohl Bekannteste. Da es als Kinder- buch zu anspruchsvoll erschien, wurde es vom Verlag zunächst abgelehnt. Mit überarbeitetem Text und der erfolgreichen Teilnahme an einem Verlagswettbewerb gelang Lindgren 1945 die Veröffentlichung. Es folgten viele weitere Kinderbücher, die heute Klassiker sind: „Karlsson vom Dach“, die Bullerbü-Reihe oder „Michel aus Lönneberga“. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 1978 den Friedenspreis des Deutschen Buchhan- dels, bei dessen Verleihung sie die Rede „Niemals Gewalt„ hielt. Lindgren positionierte sich klar für eine gewaltfreie Erziehung, obwohl zu dieser Zeit noch das Elternrecht auf körperliche Züchtigung galt. Die Geschichten der schwedischen Kinderbuchautorin erzählen zeitlos von Mut und Widerstand, von Liebe und Hoffnung.
Heinrich von Kleist, 1777 in eine Adelsfamilie geboren, befand sich zeitlebens in einer Außenseiterstellung zwischen den literarischen Lagern der Romantik und der Weimarer Klassik. In seinen erzählenden und dramatischen Werken sticht er durch die Darstellung der Extreme hervor: Starke Gefühlsausbrüche, gewaltsame Bilder und das Missachten „schöner“ Konventionen wirken über seinen Suizid bis heute nach. Das historische Ritterschauspiel wurde von Kleist 1807/08 unter dem Originaltitel „Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe“ fertiggestellt. Käthchen, Tochter eines einfachen Waffenschmieds, träumt eines Nachts von einem Ritter, der um ihre Hand anhält. Graf Wetter vom Strahl träumt in derselben Nacht von der Tochter des Kaisers, die ihm versprochen wird. Als sich beide in der Schmiede begegnen, entflammt Käthchens Liebe. „Seine ganz treffliche Erfindung“ nannte Kleist das Käthchen, wobei bis heute unklar bleibt, ob es für die erste Stalkerin der deutschen Literaturgeschichte eine historische Vorlage gab.