Elizabeth Strout – Am Meer
Barbara Stoll liest
Elizabeth Strout – Am Meer
»Welche Gnade, dass wir nicht wissen, was uns im Leben erwartet.« Der neue Erfolgsroman von SPIEGEL-Bestsellerautorin und Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout.
Elizabeth Strout schreibt die Geschichte von Lucy Barton weiter, ihrer feinsinnigen, von den Härten des Lebens nicht immer verschonten Heldin. Mit ihrem Ex-Mann William sucht sie während des Lockdowns Zuflucht in Maine, in einem alten Haus am Meer. Eine unvergessliche Geschichte über Familie und Freundschaft, die Zerbrechlichkeit unserer Existenz und die Hoffnung, die uns am Leben erhält, selbst wenn die Welt aus den Fugen gerät.
Sie hatte es so wenig kommen sehen wie die meisten. Lucy Barton, erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter zweier erwachsener Töchter, erhält im März 2020 einen Anruf von ihrem Ex-Mann – und immer noch besten Freund – William. Er bittet sie, ihren Koffer zu packen und mit ihm New York zu verlassen. In Maine hat er für sie beide ein Küstenhaus gemietet, auf einer abgelegenen Landzunge, weit weg von allem. Nur für ein paar Wochen wollen sie anfangs dort sein. Doch aus Wochen werden Monate, in denen Lucy und William und ihre komplizierte Vergangenheit zusammen sind in dem einsamen Haus am Meer.
Am Meer – Hörbeispiel
Shortlist Deutscher Hörbuchpreis 2025: Beste Interpretin
Auf der Shortlist des Deutschen Hörbuchpreis 2025 in der Kategorie Beste Interpretin
Barbara Stoll erzählt mit großem Einfühlungsvermögen diesen lebensweisen Familienroman. Mit leisem Humor bringt sie uns Geschichten von scheinbar ganz normalen Menschen nahe. Lebhaft schildert sie Gespräche und Begegnungen, als sei ihr die Geschichte selbst passiert. Ihre Spielfreude beim Interpretieren der unterschiedlichen Charaktere ist genussvoll hörbar und unverwechselbar. „Am Meer“ ist ein ermutigendes Hörbuch, das von Barbara Stoll mit ihrer weichen, einnehmenden Stimme grandios gelesen wird.
SWR-Kultur
„Barbara Stoll liest Lucys Geschichte mit großem Einfühlungsvermögen, was diesen Familienroman zu einem abwechslungsreichen und einnehmenden Hörbuch macht.“ (L. Berger für SWR-Kultur)
1. Platz hr2-Hörbuchbestenliste 07/24
Dies ist ein Corona-Roman und doch auch mehr: Es ist März 2020, die Pandemie hat die Welt im Griff,
es kommt zum Lockdown. Lucy Barton wird von ihrem Ex-Mann William dazu überredet, New York
zu verlassen und in ein einsames Haus an der Küste zu ziehen. Dort kommt alles noch einmal auf
den Prüfstand: Familie, Liebe, Gesundheit – und das Selbstverständnis eines erschütterten Landes.
Strout schreibt schlicht und unaufgeregt, und Barbara Stoll findet dafür einen ebenso leisen wie
eindringlichen Ton.

2024 jährt sich der 100. Todestag von Franz Kafka, einem der weltweit meistgelesenen Schriftsteller. Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, um über zwei seiner für heute zentralen Erzählungen zu sprechen. „Der Bau“, 1923-1924 posthum erschienen und nie vollendet, erzählt von einem namenlosen tierischen Protagonisten, der ein unterirdisches Bauwerk erschafft. In diesem komplexen Tunnelsystem lebt er geschützt und in Isolation vor der Außenwelt. Doch die aufkommende Paranoia wegen eines seltsamen Geräuschs lässt sein Sicherheitsgefühl kontinuierlich schwinden. Auch die zweite Geschichte erzählt von einem Tier als Hauptfigur. Die Maus Josefine wird vom Mäusevolk für ihre Stimme bewundert. Gleichzeitig stößt ihr Gesang nicht ausschließlich auf Zustimmung, ihre Starallüren sorgen für Unmut. Kafka beschreibt in „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“ die Fragilität von Ruhm und Popularität und stellt in seiner Erzählung universelle Fragen nach dem Wert von Kunst und der Wahrnehmung von Künstler:innen durch das Publikum. Der Text gehört zum Sammelband „Der Hungerkünstler“, seinem letzten zu Lebzeiten veröffentlichten Werk. Ins Gespräch über Franz Kafka kommen die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.
»Der erste schöne Frühlingstag – der beste Tag des Jahres. Genießen wir ihn, solange wir können, Molly. Man weiß nie, was als Nächstes passiert.«
Astrid Lindgrens Figuren haben Generationen von Kindern geprägt und begeistern auch Erwachsene bis heute. „Pippi Langstrumpf“ ist zwar nicht ihr Erstlingswerk, aber das wohl Bekannteste. Da es als Kinder- buch zu anspruchsvoll erschien, wurde es vom Verlag zunächst abgelehnt. Mit überarbeitetem Text und der erfolgreichen Teilnahme an einem Verlagswettbewerb gelang Lindgren 1945 die Veröffentlichung. Es folgten viele weitere Kinderbücher, die heute Klassiker sind: „Karlsson vom Dach“, die Bullerbü-Reihe oder „Michel aus Lönneberga“. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 1978 den Friedenspreis des Deutschen Buchhan- dels, bei dessen Verleihung sie die Rede „Niemals Gewalt„ hielt. Lindgren positionierte sich klar für eine gewaltfreie Erziehung, obwohl zu dieser Zeit noch das Elternrecht auf körperliche Züchtigung galt. Die Geschichten der schwedischen Kinderbuchautorin erzählen zeitlos von Mut und Widerstand, von Liebe und Hoffnung.
Heinrich von Kleist, 1777 in eine Adelsfamilie geboren, befand sich zeitlebens in einer Außenseiterstellung zwischen den literarischen Lagern der Romantik und der Weimarer Klassik. In seinen erzählenden und dramatischen Werken sticht er durch die Darstellung der Extreme hervor: Starke Gefühlsausbrüche, gewaltsame Bilder und das Missachten „schöner“ Konventionen wirken über seinen Suizid bis heute nach. Das historische Ritterschauspiel wurde von Kleist 1807/08 unter dem Originaltitel „Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe“ fertiggestellt. Käthchen, Tochter eines einfachen Waffenschmieds, träumt eines Nachts von einem Ritter, der um ihre Hand anhält. Graf Wetter vom Strahl träumt in derselben Nacht von der Tochter des Kaisers, die ihm versprochen wird. Als sich beide in der Schmiede begegnen, entflammt Käthchens Liebe. „Seine ganz treffliche Erfindung“ nannte Kleist das Käthchen, wobei bis heute unklar bleibt, ob es für die erste Stalkerin der deutschen Literaturgeschichte eine historische Vorlage gab.
„Sie hatte diese jugendliche Alterslosigkeit, die Verrückte oft haben. Womit ich nicht sagen möchte, dass Vica verrückt war. Nicht im konventionellen Sinne verrückt jedenfalls.“