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Klassiker der Literaturgeschichte Gustave Flaubert

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner
und John von Düffel
Gustave Flaubert – Madame Bovary

 

Als der Roman „Madame Bovary“ 1857 erschien, wurde seinem Verfasser Gustave Flaubert der Prozess gemacht. Grund dafür war der „Verstoß gegen die guten Sitten“ – der Autor verherrliche den Ehebruch. Inzwischen gehört das Buch zu den Klassikern der Weltliteratur und bildet einen Meilenstein der literarischen Moderne. Emma Bovary, gelangweilt in ihrer Ehe mit Charles, einem Landarzt, sehnt sich nach der großen Liebe und nach Leidenschaft, scheitert daran und treibt schlussendlich sich und ihren Mann in den Ruin. Bemerkenswert ist hier die neutrale Erzählweise, in der das Geschehen lediglich beschrieben, jedoch nicht bewertet wird. Was ist so aufregend an Flauberts Schreibweise und der Beschreibung von Sehnsucht und Verzweiflung, dass wir ihn heute noch lesen? „Madame Bovary“ war sein erster publizierter Text, obwohl er zuvor schon unablässig schrieb – seine hohen Ansprüche an sich selbst sorgten allerdings dafür, dass die vorausgegangenen Manuskripte unveröffentlicht blieben. 1821 in Rouen geboren, zählt Flaubert heute zusammen mit Stendhal und Balzac zu den drei großen realistischen Erzählern Frankreichs.

Ins Gespräch über den Romancier und seinen literarischen Klassiker kommen die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.

In Kooperation mit derDiwan Hörbuchverlag, gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Ein Gespräch über Gustave Flaubert: Madame Bovary - Hörbeispiel

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel
Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Live-Mitschnitt

 

Ein Gespräch über Gustave Flaubert: Madame Bovary
Prolog und Epilog: Timo Brunke
Spielzeit 79 Minuten, 1 CD Digifile/Kartonverpackung
ISBN 978-3-949840-05-0
15,00€
 

Klassiker der Literaturgeschichte Virginia Woolf

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner
und John von Düffel
Virginia Woolf – Mrs. Dalloway

 

Virginia Woolf, geboren 1882 in London, schrieb zeitlebens gegen die gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen an; ihr Essay „A Room of One’s Own“ ist ein feministischer Meilenstein. Um 1970 herum wurde sie wiederentdeckt und inspiriert bis heute eine breite Öffentlichkeit. Form und Sprache ihrer Romane und Kurzgeschichten sind dabei bemerkenswert: Insbesondere mit dem Roman „Mrs. Dalloway“, 1925 erschienen, erschließt sie sich eine experimentelle Darstellungsform. Um die Leser:innen an der inneren Welt der Figuren teilhaben zu lassen, beschreibt Woolf ausführlich sich fortspinnende Gedankenvorgänge und Fragen, die sich an alltäglichen Situationen entzünden. Die Handlung bleibt dabei sparsam: Clarissa Dalloway, eine Londoner Dame aus der Oberschicht, bereitet eine Abendgesellschaft vor und der Kriegsveteran, Septimus Warren Smith, hat mit seinen psychischen Problemen zu kämpfen. Über die Gedankenwelt ihrer Figuren zeichnet sie ein Panorama der britischen Gesellschaft nach dem Ersten Weltkrieg.

Die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel kommen ins Gespräch über eine der bedeutendsten Autorinnen der klassischen Moderne.

In Kooperation mit derDiwan Hörbuchverlag, gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Ein Gespräch über Virginia Woolf: Mrs. Dalloway - Hörbeispiel

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel
Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Live-Mitschnitt

 

Ein Gespräch über Virginia Woolf: Mrs. Dalloway
Prolog und Epilog: Timo Brunke
Spielzeit 79 Minuten, 1 CD Digifile/Kartonverpackung
ISBN 978-3-949840-04-3
15,00€

 

Ab sofort erhältlich!

Kerstin Preiwuß – Rede Schilf

Anika Dobreff und Kerstin Preiwuß –

Rede Schilf

Wie macht man hörbar, was im Innern vor sich geht? Ein Bild entsteht, das eines Schilfrohrs, das ausgehöhlt und mit Löchern versehen zur Flöte wird. Das Schilfrohr als Kanal, durch den die Töne gehen, die unsere Abgeschiedenheiten verbinden. Die Flöte als Instrument, durch das der Atem muss, um sich als Ton zu materialisieren. Ein Hörstück, ein Hin und Her zwischen Wort und Klang, ein Überschreiten und Untermalen von Sprache, ein Abtasten des Moments, an dem die Atmung einsetzt, aber auch aussetzen kann.

Rede Schilf ist das Ergebnis eines Zusammentreffens von Dichtung und Musik. Die Texte stammen aus dem Gedichtband „Taupunkt“ von Kerstin Preiwuß. Anika Dobreff hat sie vertont.

Anika Dobreff, Musikerin, in Rostock geboren und dort in den Fächern Oboe und Blockflöte an der Hochschule für Musik und Theater diplomiert, lebt und arbeitet in Bozen. „Schattenflecken“ ist 2020 erschienen.

Kerstin Preiwuß, Lyrikerin und Prosaschriftstellerin, in Lübz geboren, wuchs in Plau am See und Rostock auf. Sie lebt und arbeitet als Professorin* für Literarische Ästhetik in Leipzig. Zuletzt erschien der Gedichtband „Taupunkt“ 2020.

Rede Schilf – Hörbeispiel

von Anika Dobreff und Kerstin Preiwuß

      Hörbeispiel

Anika Dobreff und Kerstin Preiwuß
Rede Schilf

Spielzeit 41 Minuten
ISBN 978-3-949840-03-6
empf. VK 14,80€

Ab sofort erhältlich!

Yael Inokai – Ein simpler Eingriff

Lisa Hrdina liest Yael Inokai –

Ein simpler Eingriff

„Der Blick ging an mir vorbei ins Leere. Trotzdem glaubte ich kurz, Erstaunen darin zu sehen. Vielleicht mein eigenes Erstaunen darüber, hier zu sein.“

Meret ist Krankenschwester. Die Klinik ist ihr Zuhause, ihre Uniform trägt sie mit Stolz, schließlich kennt die Menschen in ihrem Leiden niemand so gut wie sie. Bis eines Tages ein neuartiger Eingriff entwickelt wird, der vor allem Frauen von psychischen Leiden befreien soll. Die Nachwirkungen des Eingriffs können schmerzhaft sein, aber danach fängt die Heilung an. Daran hält Meret fest, auch wenn ihr langsam erste Zweifel kommen.

„Ein simpler Eingriff“ ist nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die in einer Welt starrer Hierarchien und entmenschlichter Patientinnen ihren Glauben an die Macht der Medizin verliert. Es ist auch die intensive Heraufbeschwörung einer Liebe mit ganz eigenen Gesetzen. Denn Meret verliebt sich in eine andere Krankenschwester. Und überschreitet damit eine unsichtbare Grenze.

Eine Geschichte von Emanzipation, Liebe und Empathie.

Auszeichnungnen des Buches:

Der diesjährige Anna-Seghers-Preis geht an die Autorinnen Yael Inokai (Ein simpler Eingriff) und Alia Trabucco Zerán. Der Preis geht zu gleichen Teilen an junge Autor*innen aus dem deutschen und lateinamerikanischen Sprachraum. Die Auswahl von Yael Inokai begründet Gregor Dotzauer (Jury) mit den Worten:

„In einer Prosa von eindringlicher Schlichtheit und Genauigkeit erzählt Inokai vom Erwachen des Gewissens in einer streng hierarchischen, von psychischer Selbst-Perfektionierung und gedankenlosem Fortschrittsgeist geprägten Klinikwelt.“

Die Preisverleihung findet am 11.Juni um 20Uhr im Literaturforum im Brecht-Haus in Berlin statt und wird auch gestreamt.

Auszeichnungen des Hörbuches:

Hörbuch der Woche WDR

„Wunderbar eingefangen von Interpretin Lisa Hrdina, die so wohltuend zurückhaltend bleibt, dass man den Kopf neigen will, um mehr von ihr zu hören. Ein Hörbuch wie eine Schatzkiste, man möchte immer wieder nachgucken und nachhören, was drinsteckt.“ – WDR rezensiert von Marija Bakker

Shortlist Deutscher Hörbuchpreis 2023

Kategorie: Beste Unterhaltung

„Anregend erzählt in dichten Bildern, in lakonischer Sprache und mit gezielter Unschärfe über die Psychiatrie, hat sich die Nominierungsjury von diesem Titel aufs Feinste unterhalten gefühlt! Die herausragende Sprecherin Lisa Hrdina begleitet den Hörer durch eine fein verdichtete Story um Machtstrukturen und Emanzipation, über Empathie und Liebe – und alles führt zu einem Happy End. Kammerspielartig lauschen wir dem aktuellen Diskurs um Frauenbilder und ein Aufbegehren gegen gesellschaftliche Zwänge. Ein Psychiatrieroman mit eingebautem Emanzipationsakt. Spannend!“

Ein simpler Eingriff – Hörbeispiel

von Yael Inokai | gelesen von Lisa Hrdina

      Hörbeispiel

Lisa Hrdina liest

Yael Inokai
Ein simpler Eingriff

Regie: Marlene Breuer, Technik: Melanie Inden
Eine Produktion von hr2-kultur und derDiwan Hörbuchverlag 2022
ungekürzte Lesung der Buchvorlage Hanser Verlag

4 CDs in Kartonverpackung
270 Minuten
empf. VK 22.00€
ISBN 978-3-941009-92-9
Erwachsene

Ab sofort erhältlich!

Margit Schreiner – Mütter Väter Männer Klassenkämpfe

Barbara Stoll liest Margit Schreiner –

Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe

Über das Private

»Ich hatte es ja schon in meiner Kindheit geahnt, dass die Tatsache, eine Frau zu sein, mit ununterbrochenen Demütigungen einhergehen würde. Aber dass es so weit gehen würde…«

In ihrem ersten Erinnerungsbuch Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen erzählt Margit Schreiner von der siebenjährigen Margit, die sich ein Dackelmädchen namens Bella erfindet, das nie von ihrer Seite weicht (das Hörbuch ist auch im derDiwan Hörbuchverlag erschienen). In Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe besetzt ein paar Jahre später ein Maharadscha ihre Fantasien, während das Mädchen ihm als Panther zu Füßen liegt. Doch auch diese wunderbare Zeit endete irgendwann, »und ich saß an meinem Schreibtisch und löste Rechenaufgaben«.

Aus der Entfernung des siebten Lebensjahrzehnts beobachtet und beschreibt Margit Schreiner lakonisch und mit viel Empathie das Mädchen, das sie einmal war: das aufs Gymnasium geht, neue Freunde findet, sich politisiert, erste Erfahrungen mit der Sexualität macht und schließlich die Schule beendet.

Auch für dieses Buch gilt, was Anton Thuswaldner in Literatur und Kritik feststellte: »Schreiner ist die Aufmüpfigkeitskönigin der österreichischen Literatur.« Gespannt erwartet man nach der Lektüre die Fortsetzung des immer turbulenter werdenden Lebens.

Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe – Hörbeispiel

von Margit Schreiner | gelesen von Barbara Stoll

      Hörbeispiel

Barbara Stoll liest

Margit Schreiner
Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe
Über das Private

ungekürzte Lesung der Buchvorlage erschienen im Schöffling Verlag
4 CDs, ca 300 Minuten
empf. VK 22.00€
ISBN 978-3-941009-91-2
Erwachsene

Ab sofort erhältlich!

Ein Gespräch über Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner

und John von Düffel

Ein Gespräch über Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie

 

In diesem Jahr jährt sich der 700. Todestag von Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie, bedeutendes Werk der Weltliteratur, begründete die »Volkssprache« Italienisch als Literatur- und Schriftsprache. Über den Autor, der 1265 in Florenz geboren wurde und im Alter von 62 in Ravenna verstarb, wissen wir indes wenig. Die Göttliche Komödie entstand ab 1307 in der Zeit seines Exils und entwirft eine visionäre Reise des Dichters durch Hölle, Fegefeuer und Paradies, in deren Verlauf den Lesenden, Seite an Seite mit dem Ich-Erzähler und seinem Begleiter Vergil, 600 Seelen und ihre Schicksale nach dem Tod begegnen. Man nimmt an, dass die Figur der Beatrice, die den Ich-Erzähler durch die himmlischen Sphären geleitet, auf einer realen Frau basiert, die Dante verehrte.

Ins Gespräch über Dante und seinem literarischen Klassiker vor der Klassik kommen die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel. Insa Wilke moderiert. Der Bühnenpoet Timo Brunke hat für dieses Gespräch einen Prolog und Epilog geschrieben, der seine ganz persönliche Sicht auf Die Göttliche Komödie vermittelt.

Ein Gespräch über Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie - Hörbeispiel

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel
Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Live-Mitschnitt

 

Ein Gespräch über Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie
Prolog und Epilog: Timo Brunke
Spielzeit ca 90 Minuten, 2 CDs Digifile/Kartonverpackung
ISBN 978-3-941009-89-9
15,00€