Margit Schreiner – Mütter Väter Männer Klassenkämpfe
Barbara Stoll liest Margit Schreiner –
Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe
Über das Private
»Ich hatte es ja schon in meiner Kindheit geahnt, dass die Tatsache, eine Frau zu sein, mit ununterbrochenen Demütigungen einhergehen würde. Aber dass es so weit gehen würde…«
In ihrem ersten Erinnerungsbuch Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen erzählt Margit Schreiner von der siebenjährigen Margit, die sich ein Dackelmädchen namens Bella erfindet, das nie von ihrer Seite weicht (das Hörbuch ist auch im derDiwan Hörbuchverlag erschienen). In Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe besetzt ein paar Jahre später ein Maharadscha ihre Fantasien, während das Mädchen ihm als Panther zu Füßen liegt. Doch auch diese wunderbare Zeit endete irgendwann, »und ich saß an meinem Schreibtisch und löste Rechenaufgaben«.
Aus der Entfernung des siebten Lebensjahrzehnts beobachtet und beschreibt Margit Schreiner lakonisch und mit viel Empathie das Mädchen, das sie einmal war: das aufs Gymnasium geht, neue Freunde findet, sich politisiert, erste Erfahrungen mit der Sexualität macht und schließlich die Schule beendet.
Auch für dieses Buch gilt, was Anton Thuswaldner in Literatur und Kritik feststellte: »Schreiner ist die Aufmüpfigkeitskönigin der österreichischen Literatur.« Gespannt erwartet man nach der Lektüre die Fortsetzung des immer turbulenter werdenden Lebens.
Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe – Hörbeispiel
Barbara Stoll liest
Margit Schreiner
Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe
Über das Private
ungekürzte Lesung der Buchvorlage erschienen im Schöffling Verlag
4 CDs, ca 300 Minuten
empf. VK 22.00€
ISBN 978-3-941009-91-2
Erwachsene
Ab sofort erhältlich!
In diesem Jahr jährt sich der 700. Todestag von Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie, bedeutendes Werk der Weltliteratur, begründete die »Volkssprache« Italienisch als Literatur- und Schriftsprache. Über den Autor, der 1265 in Florenz geboren wurde und im Alter von 62 in Ravenna verstarb, wissen wir indes wenig. Die Göttliche Komödie entstand ab 1307 in der Zeit seines Exils und entwirft eine visionäre Reise des Dichters durch Hölle, Fegefeuer und Paradies, in deren Verlauf den Lesenden, Seite an Seite mit dem Ich-Erzähler und seinem Begleiter Vergil, 600 Seelen und ihre Schicksale nach dem Tod begegnen. Man nimmt an, dass die Figur der Beatrice, die den Ich-Erzähler durch die himmlischen Sphären geleitet, auf einer realen Frau basiert, die Dante verehrte.
„Kommen Sie“, sagte er und führte mich in die Kirche. Er benötige noch etwas aus der Sakristei fur die Vorbereitung der Messe, behauptete er, aber er nahm nur mit mir in einer Bank Platz, von der aus man den Revolver in der gedämpft beleuchteten Vitrine gut betrachten konnte. „Glauben Sie“, fragte ich, „dass die Leute aus Sensationsgier zur Wallfahrt kommen?“ Mit solchen Motiven müsse man rechnen, sagte er.
Otfried Preußlers Geschichten haben Generationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen begeistert. Genannt seien nur die bekanntesten Figuren: Die kleine Hexe, Der Räuber Hotzenplotz und Das kleine Gespenst. Sein erstes Buch, Der kleine Wassermann, erschien 1956 und erhielt ein Jahr später den Deutschen Jugendbuchpreis. Zunächst war Preußler nur nebenberuflich Schriftsteller. Er arbeitete als Lehrer, wobei er seinen Schüler*innen gern Geschichten erzählte, die er später aufschrieb.
Die Geschichte einer Suche: Ein Mann sucht einen Freund, der auf geheimnisvolle Weise in Indien verschollen ist.
Als im Frühling 2020 die Welt zum Stillstand kam und auch die Erde durchzuatmen schien, las Marica Bodrožić zwei Monate lang auf ihrem Balkon jeden Abend Rilkes Gedicht „Der Panther“. Wilder als alles Vergängliche, schreibt sie, der eigenen Eingesperrtheit zum Trotz, sei der Wunsch des Menschen in Freiheit zu leben. Was aber können wir tun, wenn wir gar nichts mehr tun können? Dieser hybride Text tastet die seelischen Landschaften ab, die nur ein radikaler Rückzug möglich macht. Offenbar werden dabei nicht nur die eigenen schmerzverzahnten Lebensthemen, sondern auch die daraus funkensprühende Sprache der Transzendenz. Marica Bodrožić ist schreibend den kathartischen Weg der Mystiker und Philosophen gegangen und hat, auf den geistigen Spuren u. a. von Teresa von Avila und Vladimir Jankélévich, den Eingang in ihre „innere Burg“ gefunden.