Klassiker der Literaturgeschichte Ernest Hemingway
Anne-Dore Krohn spricht mit
Ulrike Draesner und John von Düffel
Ernest Hemingway: Die Killer und Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber
Für seine Novelle „Der alte Mann und das Meer“ wird Ernest Hemingway 1953 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Nur ein Jahr später erhält der Autor den Literaturnobelpreis.
In der Short Story „Die Killer“, erschienen 1927, wird Nick Adams, ein wiederkehrender Charakter in Hemingways Texten, Zeuge eines Überfalls auf ein Lokal. Zwei Gangster suchen einen ehemaligen Boxer namens Ole Andreson; die Ermordung scheint unabwendbar. „Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber“, 1936 publiziert, erzählt von einer Großwildjagd in Kenia. Francis Macomber, dem es nicht gelungen ist, einen angeschossenen Löwen zu töten, wird von seiner Ehefrau Margot gedemütigt, indem sie hemmungslos mit dem Jäger Robert Wilson flirtet. Die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung, als Macomber erfolgreich einen Büffel erlegt. Intensiv schildert Hemingway das Leben der dienenden people of colour und (reichen) Weißen, ihre Machtkämpfe, ihr Elend. Hemingway gilt als Meister der Verkürzung; eine Geschichte, so der Autor, ist wie ein Eisberg: das Meiste liegt unter der Wasserlinie; man sieht es nicht, doch es bestimmt die Bedeutung.
Ins Gespräch über Hemingways Erzählkunst, seine Männlichkeitsideale und die spezifische Intelligenz von Literatur kommen die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.
Eine Veranstaltungsreihe von LpZ Stuttgart und DerDiwan Hörbuchverlag, gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.
Anne-Dore Krohn (Moderation)
Timo Brunke (Prolog und Epilog)
Ein Gespräch über Ernest Hemingway - Hörbeispiel
Anne-Dore Krohn spricht mit
Ulrike Draesner und John von Düffel
Ein Gespräch über Ernest Hemingway – „Die Killer“ und „Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber“
Live-Mitschnitt
Prolog und Epilog: Timo Brunke
1 CD Digifile/Kartonverpackung
Spielzeit: 71 Minuten
ISBN 978-3-949840-43-2
15,00€

Das kleine Mädchen Marina lügt gern und mit poetischer Hingabe. Ein Akt rebellischer Selbstbehauptung gegenüber einer Welt, in der es die strengen Regeln der Mutter gibt, um deren Liebe sie ringt, aber auch den glutäugigen Vater, der erst mittags aufsteht und sich an keinerlei Regeln zu halten scheint. Einer Welt, in der sie getauft und trotzdem jüdisch sein soll – wie ihr russischer Großvater, den die Mutter verachtet.
»Die Geschichte zweier ungleicher Brüder.«
»Ein flirrender Roman, der davon erzählt, dass nichts jemals verloren ist.«
»Welche Gnade, dass wir nicht wissen, was uns im Leben erwartet.« Der neue Erfolgsroman von SPIEGEL-Bestsellerautorin und Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout.
2024 jährt sich der 100. Todestag von Franz Kafka, einem der weltweit meistgelesenen Schriftsteller. Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, um über zwei seiner für heute zentralen Erzählungen zu sprechen. „Der Bau“, 1923-1924 posthum erschienen und nie vollendet, erzählt von einem namenlosen tierischen Protagonisten, der ein unterirdisches Bauwerk erschafft. In diesem komplexen Tunnelsystem lebt er geschützt und in Isolation vor der Außenwelt. Doch die aufkommende Paranoia wegen eines seltsamen Geräuschs lässt sein Sicherheitsgefühl kontinuierlich schwinden. Auch die zweite Geschichte erzählt von einem Tier als Hauptfigur. Die Maus Josefine wird vom Mäusevolk für ihre Stimme bewundert. Gleichzeitig stößt ihr Gesang nicht ausschließlich auf Zustimmung, ihre Starallüren sorgen für Unmut. Kafka beschreibt in „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“ die Fragilität von Ruhm und Popularität und stellt in seiner Erzählung universelle Fragen nach dem Wert von Kunst und der Wahrnehmung von Künstler:innen durch das Publikum. Der Text gehört zum Sammelband „Der Hungerkünstler“, seinem letzten zu Lebzeiten veröffentlichten Werk. Ins Gespräch über Franz Kafka kommen die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.