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Klassiker der Literaturgeschichte Grimms Märchen

Anne-Dore Krohn spricht mit Ulrike Draesner
und John von Düffel
Grimms Märchen

 

Jedes Kind kennt die Märchen der Brüder Grimm, die von Verwandlungen und Glücksfällen, Fröschen, Prinzen oder Wölfen erzählen. Ursprünglich war die Sammlung aber gar nicht für junge Leser*innen gedacht. Auf Anregung der Dichter Clemens Brentano und Achim von Arnim, die an ihrer Volksliedersammlung Des Knaben Wunderhorn arbeiteten, wandten sich auch Jacob und Wilhelm Grimm der sogenannten „Volksliteratur“ zu und begannen, mündliche Erzählungen niederzuschreiben.
„Hänsel und Gretel“, „Rotkäppchen“ und „Schneewittchen“ sind längst zu deutschen Exportschlagern geworden. Doch ebenso großartig und oft noch abgründiger sind die nicht so bekannten Märchen. In „Allerleirauh“ etwa versucht eine Königstochter, den sexuellen Annäherungsversuchen ihres Vaters zu entkommen, indem sie in das Nachbarland flieht und mit Ruß und pelziger Kleidung bedeckt in den Küchen des dortigen Schlosses arbeitet – bis sie sich zu erkennen gibt und selbst Königin wird. Häusliche Gewalt, Missbrauch, Patchworkfamilien, sozioökonomische Fragen und Genderrollen bestimmen die Themenwelt der Märchen. Wie lesen diese alten, klugen, vor nichts zurückschreckenden Texte sich heute? Was wurde getilgt?

Wir lassen uns verzaubern und in Schrecken versetzen, während die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel über die Brüder Grimm, ihr nationales Schreibprojekt und die zeitlose Abgründigkeit der Märchen ins Gespräch kommen.

Timo Brunke trägt einen eigens für diesen Abend geschriebenen Prolog und Epilog vor.

Die Veranstaltungsreihe Klassiker der Literaturgeschichte wird gefördert durch das Ministerium für Jugend, Kultus und Sport BW.

Ein Gespräch über Grimms Märchen - Hörbeispiel

Anne-Dore Krohn spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel
Anne-Dore Krohn spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Live-Mitschnitt

 

Ein Gespräch über Grimms Märchen
Prolog und Epilog: Timo Brunke
Spielzeit 78 Minuten, 1 CD Digifile/Kartonverpackung
ISBN 978-3-949840-16-6
15,00€

 

Klassiker der Literaturgeschichte Hamlet

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner
und John von Düffel
William Shakespeare – Hamlet

 

1601 am Globe Theatre in London uraufgeführt, gehört Shakespeares Drama „Hamlet“ zu den bekanntesten und meistdiskutierten Tragödien der Weltliteratur. Bereits in der Entstehungszeit war das Stück populär und genießt bis heute eine beeindruckende Bühnenpräsenz; Aussprüche wie „Sein oder Nichtsein“ haben Eingang gefunden in unsere Alltagssprache.

Prinz Hamlet von Dänemark strebt danach, den Tod seines Vaters zu rächen. Um den Mörder zu finden, macht Hamlet eine Wahrheitsprobe in Form einer Inszenierung und führt ein Stück im Theaterstück auf. Schließlich stellt sich heraus: Hamlets Vater wurde von seinem eigenen Bruder Claudius ermordet, der danach Hamlets Mutter Gertrude ehelichte. Doch Hamlet begeht nicht sofort Rache. Teil des dichten so- zialen Geflechts am Hof ist auch Ophelia, Hamlets Geliebte. Deren Vater Polonius wird versehentlich von Hamlet erstochen, woraufhin das Geschehen eskaliert und alle Beteiligten ins Unglück stürzen. Nicht zuletzt macht sich Hamlet sogar am Tod von Ophelia mitschuldig. Am Ende stehen wir vor einem Drama mit zahlreichen Toten.

Die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel kommen ins Gespräch über eines der wirkmächtigsten Theaterstücke der Weltliteratur.

Die Veranstaltungsreihe Klassiker der Literaturgeschichte wird gefördert durch das Ministerium für Jugend, Kultus und Sport BW.

Ein Gespräch über William Shakespeare: Hamlet - Hörbeispiel

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel
Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Live-Mitschnitt

 

Ein Gespräch über William Shakespeare – Hamlet
Prolog und Epilog: Timo Brunke
Spielzeit 78 Minuten, 1 CD Digifile/Kartonverpackung
ISBN 978-3-949840-15-9
15,00€

 

Hélène Gestern – Schwindel

Marit Beyer liest Hélène Gestern –

Schwindel

„Ein Teil von mir ist an diesem Frühlingssamstag im unverschämten Sonnenschein erstarrt, als ich die Mail von diesem Mann erhielt, der mir mit bewunderswerter Präzision, Logik und Rückgratlosigkeit darlegte, warum er mich verlassen würde. Es war an einem 29. April. Ich bin nicht sicher, ob ich dafür Verständnis aufbringen kann.“

Warum beendet eine in Leben und Beruf stabile Frau eine glückliche Beziehung, um sich mit Haut und Haar einem Mann auszuliefern, der ihr nicht guttut? Was als harmlose Begegnung unter Kollegen zu gemeinsamen Aufenthalten in Paris führt, entwickelt sich zu einer fatalen Leidenschaft. Aus erotischer Anziehung und Ebenbürtigkeit wird zu nehmend Qual, als Streitereien und Versöhnungen in immer dichterer Folge wechseln, Nachrichten und Treffen immer unverbindlicher und seltener werden. Die Affäre gerät zur Obsession, als der Geliebte verstummt und Mails unbeantwortet lässt. Dass er gleichzeitig keine endgültige Trennung akzeptiert, sondern immer wieder eifersüchtig und mit zerstörerischer Wucht in ihrem Leben auftaucht, zieht ihr vollends den Boden unter den Füßen weg.

Die Autorin des Erfolgsromans Der Duft des Waldes zeichnet in dieser eindringlichen Selbsterkundung das Porträt einer Frau, die aus einer sie beherrschenden Amour fou mit allen Mitteln zurück zu sich selbst finden will.

»Schwindel bannt eine schmerzhafte und so einzigartige wie universelle Erfahrung in eine glasklare, poetische Sprache.« Avril Ventura, Elle

Presse zum Hörbuch:

– Auszeichnung: Hörbuch der Woche, BR

„Zwei Menschen, die miteinander unglücklich sind, aber ohne einander noch mehr. Die französische Autorin Hélène Gestern erzählt zwar keine neue Geschichte, aber sie erzählt die bekannte auf eine individuelle Art: In Episoden blickt die Ich-Erzählerin zurück auf Trennungen, Versöhnungen, Sehnsucht und Einsamkeit. Schauspielerin Marit Beyer überzeugt durch ihre feinfühlige Lesung eines Schreibprozesses, der Heilung bringen soll. Stattdessen gelingen vielfältige Perspektiven auf ein Leid, das so alt ist wie die Menschheit selbst.“
SWR2 (L. Berger)

Bald hier: Schwindel – Hörbeispiel

von Hélène Gestern | gelesen von Marit Beyer

      Hörbeispiel #1
      Hörbeispiel #2

Marit Beyer liest

Hélène Gestern – Schwindel

Ungekürzte Lesung der Buchvorlage Schöffling Verlag
Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky

2 CDs in Kartonverpackung
132 Minuten
empf. VK 20.00€
ISBN 978-3-949840-08-1

Ab sofort erhältlich!

Klassiker der Literaturgeschichte Gustave Flaubert

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner
und John von Düffel
Gustave Flaubert – Madame Bovary

 

Als der Roman „Madame Bovary“ 1857 erschien, wurde seinem Verfasser Gustave Flaubert der Prozess gemacht. Grund dafür war der „Verstoß gegen die guten Sitten“ – der Autor verherrliche den Ehebruch. Inzwischen gehört das Buch zu den Klassikern der Weltliteratur und bildet einen Meilenstein der literarischen Moderne. Emma Bovary, gelangweilt in ihrer Ehe mit Charles, einem Landarzt, sehnt sich nach der großen Liebe und nach Leidenschaft, scheitert daran und treibt schlussendlich sich und ihren Mann in den Ruin. Bemerkenswert ist hier die neutrale Erzählweise, in der das Geschehen lediglich beschrieben, jedoch nicht bewertet wird. Was ist so aufregend an Flauberts Schreibweise und der Beschreibung von Sehnsucht und Verzweiflung, dass wir ihn heute noch lesen? „Madame Bovary“ war sein erster publizierter Text, obwohl er zuvor schon unablässig schrieb – seine hohen Ansprüche an sich selbst sorgten allerdings dafür, dass die vorausgegangenen Manuskripte unveröffentlicht blieben. 1821 in Rouen geboren, zählt Flaubert heute zusammen mit Stendhal und Balzac zu den drei großen realistischen Erzählern Frankreichs.

Ins Gespräch über den Romancier und seinen literarischen Klassiker kommen die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.

In Kooperation mit derDiwan Hörbuchverlag, gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Ein Gespräch über Gustave Flaubert: Madame Bovary - Hörbeispiel

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel
Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Live-Mitschnitt

 

Ein Gespräch über Gustave Flaubert: Madame Bovary
Prolog und Epilog: Timo Brunke
Spielzeit 79 Minuten, 1 CD Digifile/Kartonverpackung
ISBN 978-3-949840-05-0
15,00€
 

Klassiker der Literaturgeschichte Virginia Woolf

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner
und John von Düffel
Virginia Woolf – Mrs. Dalloway

 

Virginia Woolf, geboren 1882 in London, schrieb zeitlebens gegen die gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen an; ihr Essay „A Room of One’s Own“ ist ein feministischer Meilenstein. Um 1970 herum wurde sie wiederentdeckt und inspiriert bis heute eine breite Öffentlichkeit. Form und Sprache ihrer Romane und Kurzgeschichten sind dabei bemerkenswert: Insbesondere mit dem Roman „Mrs. Dalloway“, 1925 erschienen, erschließt sie sich eine experimentelle Darstellungsform. Um die Leser:innen an der inneren Welt der Figuren teilhaben zu lassen, beschreibt Woolf ausführlich sich fortspinnende Gedankenvorgänge und Fragen, die sich an alltäglichen Situationen entzünden. Die Handlung bleibt dabei sparsam: Clarissa Dalloway, eine Londoner Dame aus der Oberschicht, bereitet eine Abendgesellschaft vor und der Kriegsveteran, Septimus Warren Smith, hat mit seinen psychischen Problemen zu kämpfen. Über die Gedankenwelt ihrer Figuren zeichnet sie ein Panorama der britischen Gesellschaft nach dem Ersten Weltkrieg.

Die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel kommen ins Gespräch über eine der bedeutendsten Autorinnen der klassischen Moderne.

In Kooperation mit derDiwan Hörbuchverlag, gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Ein Gespräch über Virginia Woolf: Mrs. Dalloway - Hörbeispiel

Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel

      Hörbeispiel
Insa Wilke spricht mit Ulrike Draesner und John von Düffel
Live-Mitschnitt

 

Ein Gespräch über Virginia Woolf: Mrs. Dalloway
Prolog und Epilog: Timo Brunke
Spielzeit 79 Minuten, 1 CD Digifile/Kartonverpackung
ISBN 978-3-949840-04-3
15,00€

 

Ab sofort erhältlich!

Kerstin Preiwuß – Rede Schilf

Anika Dobreff und Kerstin Preiwuß –

Rede Schilf

Wie macht man hörbar, was im Innern vor sich geht? Ein Bild entsteht, das eines Schilfrohrs, das ausgehöhlt und mit Löchern versehen zur Flöte wird. Das Schilfrohr als Kanal, durch den die Töne gehen, die unsere Abgeschiedenheiten verbinden. Die Flöte als Instrument, durch das der Atem muss, um sich als Ton zu materialisieren. Ein Hörstück, ein Hin und Her zwischen Wort und Klang, ein Überschreiten und Untermalen von Sprache, ein Abtasten des Moments, an dem die Atmung einsetzt, aber auch aussetzen kann.

Rede Schilf ist das Ergebnis eines Zusammentreffens von Dichtung und Musik. Die Texte stammen aus dem Gedichtband „Taupunkt“ von Kerstin Preiwuß. Anika Dobreff hat sie vertont.

Anika Dobreff, Musikerin, in Rostock geboren und dort in den Fächern Oboe und Blockflöte an der Hochschule für Musik und Theater diplomiert, lebt und arbeitet in Bozen. „Schattenflecken“ ist 2020 erschienen.

Kerstin Preiwuß, Lyrikerin und Prosaschriftstellerin, in Lübz geboren, wuchs in Plau am See und Rostock auf. Sie lebt und arbeitet als Professorin* für Literarische Ästhetik in Leipzig. Zuletzt erschien der Gedichtband „Taupunkt“ 2020.

Rede Schilf – Hörbeispiel

von Anika Dobreff und Kerstin Preiwuß

      Hörbeispiel

Anika Dobreff und Kerstin Preiwuß
Rede Schilf

Spielzeit 41 Minuten
ISBN 978-3-949840-03-6
empf. VK 14,80€

Ab sofort erhältlich!